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Schiefer kann aus vielerlei Hinsicht von Interesse sein. Schieferregionen sind meist landschaftlich ansprechende Naturbegiete, oftmals sind die Böden besonders für den Anbau bester Weine geeignet, und nicht zuletzt besteht hohes wirtschaftliches Potential in bestimmten Schiefervorkommen. Feste und in ebenen Lagen geschichtete Schieferlagen eignen sich als hochwertige Baustoffe. Sie können gespalten oder auch gesägt werden. Schiefer ist sehr witterungsresistent und besticht durch lange Haltbarkeit. Das exclusive Erscheinungsbild dieses Naturbaustoffes wird seit Generationen von Bauherren und Architekten international geschätzt. Weiterhin wirtschaftlich interessant sind Ölschiefer und Gasschiefer-Vorkommen. Die Gasförderung ist in fast allen Schiefergesteinen möglich. Schiefergas ist ein Erdgas, welches zunehmend an Bedeutung gewinnt. In Zeiten steigender Öl- und Gaspreise lohnt die relativ kostspielige Erschliessung solcher Schiefergasvorkommen. In den USA werden bereits über 10 % der Erdgasförderung in Schieferlagen vorgenommen. Nicht nur die USA verfügen über grosse Vorkommen an Schiefergas, auch Asien und Südamerika haben interessante Lagerstätten. Die Fördertechnik ist in Ländern wie China noch nicht so weit entwickelt, daher wollen die USA Aufbauhilfe leisten und dem asiatischen Land, sicherlich in der üblichen Selbstlosigkeit, den notwendigen Know-how-Transfer zur Erschliessung seiner Schiefergasressourcen zukommen lassen. Das amerikanische Energieministerium gab für die USA Einschätzungen bekannt, nach denen Gasvorkommen für die nächsten rund 100 Jahre zu erwarten sind. Wie weit diese Veröffentlichung politisch motiviert ist, lässt sich aufgrund stark voneinander abweichenden Schätzungen schwer verifizieren. Fest steht jedoch, dass die Erschliessung weiterer Schiefergasvorkommen die Vormachtstellung Russlands am Gasmarkt sicher beeinflussen wird. Unter Druck gerät die russische Gaspolitik in jedem Falle, sollte sich weiter bestätigen, dass besonders in Ost- und Mitteleuropa grosse Vorkommen zu erwarten sind. In kaum einem europäischen Land, so auch in Polen und Ungarn, Skandinavischen Ländern, aber auch in Deutschalnd, einem vielversprechenden Abnehmer für russisches Erdgas, laufen erfolgversprechende Explorationen. Wie viel Schiefergas förderbar ist, lässt sich aber noch nicht ansatzweise beziffern, die Erforschung wird aktuell intensiv betrieben. Besonders in Ländern, in denen der Umweltschutz nicht so weit oben im Pflichtenheft steht, ist die Ausbeutung von Schiefergasvorkommen nicht unproblematisch, da zu erwarten ist, dass ökonomischen Aspekten Vorrang gegeben wird. So ist auch die Meldung, dass Polen über grosse Vorkommen an Schiefergas verfügt, nicht nur erfreulich. Internationale Experten mutmassen, dass Polen in tiefen Gesteinsschichten über grosse Vorkommen an Schiefergas verfügen könnte, mit denen sich auf etwa 200 Jahre der geschätzte Bedarf decken liesse. Natürlich wollen nun alle Global Players ein Stück von diesem Kuchen. Es ist kaum zu erwarten, dass einer sanften Teilausbeutung der Vorzug gegeben wird. Daher bleibt nur zu hoffen, dass das zu erwartende Umwelt-Desaster sich in Grenzen halten wird. weiterführende Informationen zu Schiefergas |
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