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Schieferland

Hunsrück Mosel


Schiefer spielt im Hunsrück traditionell eine grosse Rolle. Als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Region Hunsrück verlagerte sich der Schwerpunkt im Laufe der Jahrzehnte vom Bereich der Urproduktion zu Handel und Verarbeitung. Die Förderung des Rohmaterials spielt heute eine untergeordnete Rolle, wenngleich es noch aktive Abbaugebiete gibt. Die faszinierende Landschaft dieses Mittelgebirges wurde in weiten Teilen massgeblich geprägt durch die Aktivitäten des Schieferbergbaus. Abraumhalden aus Generationen bieten dem Besucher der Region Hunsrück Gelegenheit, in der Vergangenheit zu stöbern. Nicht selten sind selbst in diesen für unbrauchbar befundenen Resten eines ganzen Industriezweiges interessante Entdeckungen zu machen. Mit etwas Glück finden sich nicht nur urzeitliche Einschlüsse in fossiler Form, auch ungewöhnliche Quarze treten beim weiteren Aufspalten der Reststücke zum Vorschein. Hier gibt es Natur zum Anfassen, ein Blick zu Boden und Aufmerksamkeit am Wegesrand wird oftmals mit dem einen oder anderen schönen Fundstück belohnt. Grossflächig holt sich die Natur seit vielen Jahren diese Gebiete zurück, sodass der Sammler mancherorts schon genauer hinsehen muss. Einfacher geht es an ausgewiesenen Besucherbergwerken. Dort erfährt man dann auch gleich mehr über Geschichte und Entwicklung des Schieferbergbaus im Hunsrück.
Besonders aufschlussreich ist hierfür der Besuch in der Besuchergrube Herrenberg bei Bundenbach im Hunsrück. Sie informiert nicht nur über den historischen Schieferbergbau, hier befindet sich auch ein Museum mit beeindruckenden Exponaten von im Schiefer eingeschlossenen fossilen Meerestieren.



Eine Besonderheit im Sprachgebrauch findet sich im Hunsrück - Der Schiefer im Bergwerk, insbesondere der Dachschiefer wird als " Layen " bezeichnet, der Bergmann im Stollen ist ein " Layenbrecher " der sogenannte Schieferbrecher.

Hunsrück
Mosel Eifel

Linksrheinisches Schiefergebirge
Müllenbach, Laubach, Ochtendung, Mayen. Schieferbergbau im Gebiet von Bundenbach und Gmünden
Rheintal, Bacharach, Altlay
Erzgebirge, Lößnitz, Zwönitz, Streitwald, nördlich von Rochlitz, zwischen Penna und Methau,Pennaer Dachschiefer
Sauerland, Westfalen, nordöstlicher Teil des Rheinischen Schiefergebirges
Thüringisches Schiefergebirge, südöstlicher Thüringer Wald, nordwestlicher Frankenwald
Schiefer im Harz, Wissenbacher Schiefer
weitere Vorkommen in Spanien, Dachschiefer, Galizien
England, Cornwall, Wales
Tschechische Republik, Mähren
Nordamerika

Westlich des Hunsrück liegt einer der schönsten Abschnitte des Moseltals

Die Mosel entspringt am Col de Bussang in den Vogesen. Mit über 500 Kilometern Länge bis zu ihrer Mündung am Deutschen Eck in Koblenz ist die Mosel der längste Nebenfluss des Rheins.
Als Obermosel bezeichnet man den Moselabschnitt vom deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck bis zur Einmündung der Saar bei Konz. Ab Trier bis Pünderich im Kreis Cochem-Zell wird sie Mittelmosel genannt, und der anschliessende Abschnitt zwischen Pünderich und Koblenz wird gemeinhin Untermosel genannt. Die Abschnitte der Mittel- und Untermosel schneiden tief in die Hochflächen des Rheinischen Schiefergebirges ein und verlaufen in zahllosen Schleifen. Hier mäandert sich die meist friedlich erscheinende Mosel von einem zum nächsten Postkartenmotiv in kaum zu überbietender Idylle. Ab dem Dreiländereck zwischen Frankreich, Luxemburg und Deutschland bildet die Mosel die saarländisch-luxemburgische Grenze.

 

Ab Trier verläuft die Mosel zwischen den Mittelgebirgen der Eifel im Nordwestlich und des Hunsrücks im Südosten.
Zwischen Trier und Kochem liegen die Moselorte Schweich, Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues, Kröv, Traben-Trarbach, Zell und Beilstein, die fast ausnahmslos bekannte und qualitativ hochwertige Weine hervorbringen.

Im Moseltal und in den flankierenden Höhenlagen von Hunsrück, Eifel und anderen touristisch interessanten Nachbarregionen verlaufen mehrere Touristikrouten wie die Hunsrückhöhenstrasse, die Schiefer- und Burgenstrasse, die Moselweinstrasse und der Mosel-Radweg, der vom Französischen Metz über Trier bis nach Koblenz auf über 300 Kilometern durch die Regionen führt. Zum Teil wird hierfür auch die stillgelegte Trasse der ehemaligen Moseltalbahn genutzt.

 



Die linksrheinischen Schiefergebirge begleiten einen weiten Bereich des Mosellaufs. Traditionell wurde ein Grossteil des abgebauten Schiefers über den Wasserweg transportiert. So führte ein wichtiger Transportweg für Schiefers über die Mosel an den Niederrhein. So entstand der Begriff Moselschiefer, der als Herkunfts- und Handelsbezeichnung für Schiefer aus den Regionen um Mayen, Trier und Umgebung gebräuchlich wurde. Die Moselschiefer-Strasse ist vielen Touristen ein Begriff.
Heute tragen Schiefer aus den Dachschieferbergwerken in Mayen noch die Bezeichnung Moselschiefer.

 




Östlich von Trier überquert sie Autobahn A1 bei Kirsch nahe Schweich die Mosel. Die Bundesstrasse 53 führt entlang des Mosellaufes von Trier über Schweich und Mehring in die bekannten Touristikorte Bernkastel-Kues und Alf. Hier liegen zahlreiche kleine Winzergemeinden an der Römischen Weinstrasse. Diese beginnt wenige Flusskilometer unterhalb von Trier und zeigt die typische Weinkultur der Steilhänge im Moseltal mit ihren mühsam angelegten Terrassen und den charakterbildenden Schieferböden. Im Weinbaugebiet Mosel, dem vermutlich ältesten deutschen Anbaugebiet, belegen archäologische Funde den Weinbau der Römer bereits aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.



Als Moselschiefer bezeichnet man den Schiefer aus den Gebieten Mayen
, Trier, Polch, Müllenbach und Umgebung. Der Name Moselschiefer leiet sich ab vom historischen Transportweg dieses Schiefers, der über die Mosel zum Rhein führte.


Die Regionen Hunsrück und Mosel sind besonders für einen Urlaub in Deutschland von Interesse. Dem Urlauber bieten sich Landschaften, die von Bergen, Flüssen und Wäldern geprägt, über ein gut beschildertes und komfortabel ausgebautes Netz an Wanderwegen verfügen. Die regionale Küche ist schmackhaft und bodenständig. Dazu empfiehlt sich einer der vielen bekannten Weine aus den jeweils umliegenden Weinanbaugebieten.
Deutschland ist eines der traditionsreichsten Weinbauländer der Welt. Über Jahrhunderte waren die Weine von Mosel und Rhein selbst an den Königshöfen erste Wahl. Das relativ kühle Klima in den nördlichen Gegenden der Weinbauzone verlangt von jeher den Winzern einen hohen Einsatz ab. Durch viel Sachkenntnis, Sorgfalt und Leidenschaft, in Verbindung mit geeigneten Rebsorten, die über Generationen sorgsam ausgewählt wurden, gelingt den Deutschen Winzern ein Spitzenwein von bester Qualität, der international Anerkennung findet.
In vielen Weinbauländern der Welt werden Weine überwiegend trocken ausgebaut. In Deutschland hingegen sind traditionell verschiedene Ausbaustufen üblich. Die Stufen "trocken, halbtrocken, lieblich oder süss" sind vier Kategorien, in denen man die Restsüsse des Weines unterscheidet. Mit Restsüsse bezeichnet man den Gehalt des Restzuckers, der durch die Gärung nicht in Alkohol umgewandelt wurde. Er wird in Gramm pro Liter gemessen.