Die geologische Entstehungsgeschichte der heutigen
Region um Nahe und Hunsrück geht nachvollziehbar rund 400 Mio Jahre
zurück in die Zeit des Devon. Mächtige Wasserbewegungen des urzeilichen
Meeres schoben gewaltige Sandmassen heran. Aus diesen Sanden bildeten
sich 100 Mio Jahre später in der Karbonzeit die hellen Quarze,
die heute charakteristisch sind für markanten Gesteine im Binger
Wald, dem Soonwald, Idarwald und Hochwald. |
Aus den schlammförligen Meeresablagerungen
bildeten sich Tonschieferschichten, die sich zwischen den Quarzrücken
einlagerten. Die vulkanisch aktive Zeit des Perm durchsetzte die
Formationen mit magmatischen Gesteinen. Infolge vulkanischer Aktivität
entstanden schroffe Landschaftsformen wie der mächtige Ryolithfels
bei Bad Kreuznach. Das Massiv des Rotenfels bei Bad Münster am
Stein Ebernburg mit einer Länge von über einem Kilometer und mehr
als 200 m Höhe bildet die höchste Steilwand nördlich der Alpen. |
Die umfangreichen Vorkommen an Achatmandeln
und Quarziten machten Idar-Oberstein weltbekannt. Sie entstanden
in mächtigen Lavaströmen die sich im Bereich von Baumholder bis
Idar-Oberstein ergossen. Während die flüssige glühende Lava erstarrte
bildeten sich Blasen, in denen im Laufe der Jahrmillionen die begehrten
Mineralien auskristallisierten und heranwuchsen.
Im Laufe mehrer Wechsel zwischen Eiszeiten und Warmperioden formte
sich aus dieser Urlandschaft das heutige Bild der Region.
|